Linoleum: natürlich und elastisch

Linoleum verbindet Nachhaltigkeit mit Komfort: hergestellt aus überwiegend natürlichen Rohstoffen, frei von PVC und Weichmachern sowie angenehm warm und sanft zu den Gelenken – perfekt für jede Wohlfühloase.  

Merkmale von Linoleum

Fußwarm und wärmespeichernd 

Äußerst widerstandsfähig und langlebig 

Antistatisch: für Allergiker bestens geeignet 

Bakteriostatisch*

Leicht zu reinigen und geruchsneutral 

Besonders elastisch, gelenkschonend und rutschhemmend 

Ökologisch und ökonomisch nachhaltig 

Gesunde Alternative zu PVC-Böden und Vinyl 

Frei von giftigen Lösemitteln, Weichmachern, gesundheitsschädlichen Schwermetallen, bedenklichen Farbstoffen und allergisierendem Formaldehyd 

Recycelbar 

Mit Fußbodenheizung kombinierbar 

Schwer entflammbar**

Glatte, porenlose Oberfläche 


*
wirkt hemmend auf das Wachstum und die Vermehrung von Bakterien
** (nach DIN 4102 Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen, Baustoffklasse B1) 

Was ist Linoleum?

Linoleum ist ein Naturmaterial, das sich aus den Worten “linum“ für “Lein” und ”oleum für “Öl” zusammensetzt. Es besteht bis heute aus eben diesen beiden Komponenten, denen sich noch Korkmehl bzw. Holzmehl und Jutegewebe sowie zum Teil Kalkstein, Harz und Farbpigmente beimischen. In einem Oxidationsprozess entsteht aus Leinöl der zähelastische Stoff Linoxin. Unter Zugabe von Trockenstoffen und Harzen bildet sich dann eine elastische Masse namens Linoleum-Zement, die zu einem Strang gezogen wird. Anschließend werden Korkmehl, Kalksteinmehl, Farbpigmente in die Masse verknetet. Je sorgfältiger die Masse geknetet wird, desto hochwertiger ist das Endergebnis. Die feine, krümelige Masse wird anschließend über ein großes Walzwerk namens Kalander auf einen Träger aus Jute gepresst. Im letzten Schritt erfolgt die Trocknung, sowie Wärmebehandlung, bis die Masse komplett oxidiert ist und die gewünschte Festigkeit erreicht wurde.  
Nach der Verlegung erfolgt bei Linoleum eine Grundreinigung. Im Anschluss wird der Boden bei Bedarf final versiegelt. Diese Versiegelung kann mithilfe eines natürlichen Hartwachses geschehen.  

Welche Arten von Linoleum gibt es?

Bei Linoleum kann zwischen verschiedenen Varianten, je nach Verlegeform und Aufbau, unterschieden werden. Dabei gibt es eine große Design- und Farbenvielfalt. 

  • Linoleum-Bahnen: Bahnen aus Linoleum werden direkt auf den Untergrund aufgeklebt. Hierfür können Kleber aus Naturharz verwendet werden.  
  • Linoleum-Fliesen: Hierbei werden einzelne Module aufgeklebt. Perfekt für kleinere Flächen und einfacher als Meterware in der Anwendung.  
  • Klick-Linoleum: Die einzelnen Teile werden ineinander “verklickt”. Sie werden “schwimmend” verlegt, das bedeutet lose auf dem Untergrund. So können sie sehr leicht verlegt, ausgetauscht und repariert werden. 
  • Linoleum für Wände und Möbel: Für pinnwandähnliche Oberflächen oder als Applikation auf Möbeloberflächen. 
  • Linoleum-Spezialbeläge: Meterware mit besonders geringer Geräuschbelastung, erhöhter Schallreduktion, optimiertem Brandverhalten, noch stärkerer Elastizität oder Rutschhemmung. Dazu zählen beispielsweise:
    • Akustik-Linoleum (spezielle Trittschalldämmung, um Geräuschminderung deutlich auf 18 dB zu reduzieren – erfüllt alle brandschutztechnischen Anforderungen der EN 13501-1 für Schwerentflammbarkeit. Damit garantiert diese Konstruktion bestmöglichen Schallschutz und hohen Komfort.) 
    • Sport-Linoleum (Oft dicker und besonders widerstandsfähig für dynamische Belastung) 
    • Leitfähiges-Linoleum (Enthält leitfähige Komponenten, für Räume mit sensibler Elektronik wie Serverräume und Labore)  

Warum sollten Sie sich für einen Linoleum-Boden entscheiden?

Vorteile

Linoleum überzeugt durch eine Vielzahl an Vorteilen. Der Bodenbelag ist sowohl äußerst widerstandsfähig als auch dekorativ und leicht zu reinigen, wodurch er sowohl im privaten Wohnbereich als auch im gewerblichen Bereich ideal einsetzbar ist. Dank seiner rutschhemmenden Eigenschaften und seiner B1-Zertifizierung als schwer entflammbarer Baustoff (nach DIN 4102) bietet er zusätzlich ein hohes Maß an Sicherheit. Linoleum ist fußwarm, wärmespeichernd und kann problemlos mit Fußbodenheizungen kombiniert werden. Dank seiner Elastizität ist er zudem gelenkschonend und daher angenehm im täglichen Gebrauch. Dieser Boden ist besonders haltbar, da er sich immer wieder neu versiegeln lässt und die oberste Schicht so immer wieder hergestellt werden kann. Die Haltbarkeit von Linoleum ist somit theoretisch unbegrenzt.

Nachteile

Linoleum ist im direkten Vergleich mit seinen Konkurrenten wie Vinyl relativ aufwendig zu verlegen, da er meistens verklebt wird und eine abschließende Versiegelung benötigt. Der Boden reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit und bedarf einer regelmäßige Pflege. Auch Kratzer, Dellen und Ausbleichungen durch UV-Licht können auftreten, weshalb Filzgleiter und Sonnenschutz sinnvoll sind. Optisch sind die Gestaltungsmöglichkeiten begrenzter als bei Vinyl oder Designböden, und der typische Leinölgeruch kann anfangs wahrnehmbar sein. Natürlich ist bei einem Qualitätsprodukt aus 100% natürlichen Rohstoffen der Preis auch höher als bei synthetischen Konkurrenten. Diesen Nachteil gleicht Linoleum aber durch seine Haltbarkeit gleich wieder aus.  

Wieso ist Linoleum gut für unsere Gesundheit und das Raumklima?

Linoleum ist eine gesunde Alternative zu PVC-Böden und Vinyl oder Laminat und frei von giftigen Lösemitteln, Weichmachern, gesundheitsschädlichen Schwermetallen, bedenklichen Farbstoffen und Formaldehyd. Dadurch werden keine schädlichen Ausdünstungen an die Raumluft abgegeben. Seine antistatischen Eigenschaften sind besonders für Allergiker attraktiv, da Staub und Schmutzpartikel weniger stark im Raum zirkulieren und sich somit leichter entfernen lassen. Staubteilchen können aus organischen (Blütenpollen, Bakterien, Pilzsporen) oder anorganischen Materialien (Gesteinsstaub, Mineralfasern) bestehen. Ein allgegenwärtiger Staub aus organischem und anorganischem Material ist der Hausstaub. So trägt Linoleum aktiv zu einem hygienischen und gesunden Wohnumfeld bei.  

Linoleum wirkt aufgrund seiner natürlichen Zusammensetzung wärmespeichernd und fußwarm, was zu einem angenehmen Raumklima beiträgt. Das Material ist ökologisch und ökonomisch nachhaltig, da es zu 98 % aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wird und damit recycelbar ist. Diese Umweltverträglichkeit sorgt nicht nur für ein gutes Gewissen, sondern auch für ein spürbar natürliches Wohngefühl. Die Kombination aus angenehmer Wärme, natürlicher Materialbasis und gesunder Luftqualität schafft ein behagliches und klimatisch ausgewogenes Raumambiente. 

Linoleum gegenüber anderen Bodenbelägen

Tabelle: Link

Linoleum: Wussten Sie schon?

Linoleum wurde zufällig entdeckt! Der englische Chemiker Frederick Walton bemerkte im Jahr 1860, dass sich auf einer offenen Dose mit Leinöl eine zähe, gummiartige Haut bildete. Aus Neugier begann er, mit dieser Substanz zu experimentieren und entwickelte daraus den ersten Linoleum-Boden.

Anwendungsgebiete von Linoleum:

Neben den klassischen Einsatzbereichen – etwa in Schulen, Kindergärten, Bildungseinrichtungen und im Gesundheitswesen – wird Linoleum heute in immer mehr Bereichen eingesetzt. Auch Büros, Hotels, Restaurants und Freizeiteinrichtungen setzen auf Linoleum als überzeugenden Bodenbelag. 

Wie verlegt man Linoleum?

Linoleum kann fest verklebt oder schwimmend verlegt werden. Je nachdem, ob es sich um Meterware in Form von Bahnen oder Klick-Linoleum handelt. Schauen Sie sich gerne die umfängliche Anleitung unter folgendem Link an. An dieser Stelle nur eine Kurzfassung der Verlegung:

Schritt-für-Schritt-Anleitung

1. Vorbereitung vor der Verlegung

Zur Vorbereitung der Verlegung von Meterware sollten folgende Punkte beachtet werden:

  • Totale Trockenheit des Grundbodens
  • Ebener, fester und dauertrockener Untergrund
  • Bodenbelagsrollen sollten aufrecht gelagert werden, um Druckstellen und Verformungen zu vermeiden.
  • Unterbodentemperatur sollte nicht unter 15 °C liegen
  • Die Raumtemperatur muss mindestens 18 °C betragen
  • Die relative Luftfeuchtigkeit sollte 65 % nicht überschreiten
  • Das Linoleum sowie alle Hilfs- und Werkstoffe müssen mindestens 18 °C betragen.
  • Nach dem Auspacken sollten die Rollen lose aufgerollt und aufrechtstehend 24 Stunden akklimatisiert werden

2. Zuschnitt und Probeverlegung

Nachdem sich das Material akklimatisiert hat, können Sie die einzelnen Bahnen mit einem Teppich- oder Hakenmesser zuschneiden. Achten Sie beim Zuschneiden darauf, eine umlaufende Dehnungsfuge von etwa einem Millimeter einzuhalten.

Wenn Sie das Linoleum um Heizungen, Pfeiler oder Wandvorsprünge herum anpassen müssen, nutzen Sie am besten einen Anreißer oder eine Wandschmiege. Mit der Schmiege lassen sich unregelmäßige Wandverläufe direkt auf den Bodenbelag übertragen – so gelingt ein präziser und passgenauer Zuschnitt.

3. Verkleben

Zunächst schlagen Sie die Hälfte einer Bahn zurück und tragen einen Kontaktkleber (bspw. Naturharzkleber) mit einem feinen Zahnspachtel auf den Untergrund auf. Achten Sie darauf, den Klebstoff gleichmäßig, vollflächig und nicht zu dick aufzutragen. Drücken Sie anschließend die umgeklappte Hälfte sorgfältig ins Kleberbett und richten Sie sie gerade aus. Danach klappen Sie die andere Hälfte zurück, tragen auf der restlichen Fläche den Kleber auf und drücken auch diese Seite fest an. Kleberreste auf der Oberfläche sollten Sie sofort mit einem Lappen entfernen.

Im nächsten Schritt walzen Sie jede Bahn gründlich fest – zuerst quer, dann längs zur Verlegerichtung. Achten Sie darauf, herausquellenden Kleber sofort zu entfernen, bevor Sie mit der nächsten Bahn fortfahren. Legen Sie die folgenden Bahnen jeweils mit einer Überlappung von etwa zwei Zentimetern an die bereits verklebte Bahn an, um ein sauberes und gleichmäßiges Verlegebild zu erzielen.

4. Die Feinheiten

Schneiden Sie die Überstände gleichmäßig ab und drücken Sie die Nähte mit einer Handwalze fest.

5. Fugen ausfräsen und Bahnen verschweißen

Nach 24-stündiger Trocknung erfolgt das Fräsen der Fugen und die anschließende Verschweißung. Beachten Sie hier die jeweiligen Herstellerangaben.

6. Reinigung und Pflege

Im letzten Schritt erfolgt eine Reinigung. Das Aufbringen eines zusätzlichen Oberflächenschutzes ist häufig nicht notwendig. Auch hier sollte sich an den individuellen Herstellerangaben orientiert werden.

Wie viel kostet ein Linoleum-Boden?

Bodenbeläge aus Linoleum unterscheiden sich je nach Aussehen, Textur, Qualität und Marke. Grundsätzlich liegen die Kosten von Bahnenware und Linoleum-Fliesen bei etwa 40 € bis 100 € pro Quadratmeter, während Klick-Linoleum etwas preiswerter bei etwa 30 € bis 70 € liegt. Marmor-Linoleum wiederum kann deutlich teurer als andere Optionen sein. Die Kosten liegen zwischen 80 € bis 100 € pro Quadratmeter.

Bestellen Sie vorab ein Ansichts-Muster bei uns

Sehr gerne lassen wir Ihnen bei Interesse vorab ein entsprechendes Muster in DIN A4 zukommen. Darüber hinaus verleihen wir entsprechende Übersichten, sowie Kataloge.

Holen Sie sich ein konkretes Angebot ein

Wenn Sie ein konkretes Angebot für Linoleum erhalten möchten, bitten wir Sie, uns folgende Informationen bereitzustellen, damit wir Ihnen eine möglichst genaue Auskunft geben können:

  • Wie viele Quadratmeter sollen mit Linoleum verlegt werden?
  • Bevorzugen Sie eine bestimmte Stärke, Oberfläche oder Farbton?
  • Soll das Linoleum selbst verlegt oder wollen Sie eine Verlegung beauftragen? (Wir leihen entsprechendes Werkzeug aus)
  • Sollen zusätzliche Eigenschaften berücksichtigt werden (z. B. Trittschalldämmung, Fußbodenheizung)?
  • Auf welchem Untergrund möchten Sie Linoleum platzieren?
  • In welche Richtung soll das Design verlegt werden? Hierfür benötigen wir eine Skizze. Orientieren Sie sich gerne an folgendem Beispiel:

Melden Sie sich gerne über E-Mail (info@forumnatura.de) oder über unser „Bau-Handy“ 01778935692 (WhatsApp + Telegram) bei uns.

Häufige Fragen zu Linoleum