Kalkputz- Altbewährt und doch hochmodern
Entdecken Sie Kalkputz – ein traditionelles, reines Material, das modernes Wohlbefinden neu definiert. Er ist nicht nur eine Wandbeschichtung, sondern ein aktiver Partner für Ihr Raumklima. Kalkputz besitzt die Fähigkeit Feuchtigkeit im Raum intelligent zu regulieren: Er nimmt überschüssige Luftfeuchtigkeit auf und gibt diese bei Bedarf wieder ab. Das Ergebnis ist ein spürbar ausgeglichenes, frisches Klima in Ihren vier Wänden. Zusätzlich schafft seine außergewöhnliche natürliche Alkalität eine Umgebung die Schimmelbildung wirksam vorbeugt.
Kalkputz bietet mehr als nur Funktion – er ist ein Werkzeug für individuelle Raumgestaltung. Durch eine Vielfalt an Oberflächentechniken ermöglicht er es Wände mit Charakter zu schaffen. Durch die Zugabe natürlicher Pigmente können Sie dezente erdige Töne oder leuchtende, mineralische Farben erzielen, die das Licht auf eine ganz besondere weiche Weise reflektieren. Wer sich für Kalkputz entscheidet, wählt zeitlose Ästhetik, Langlebigkeit und die Gewissheit, mit einem gesunden und natürlichen Baustoff zu leben.
Merkmale von Kalkputz

Regulierung der Luftfeuchtigkeit

Schadstoff- und Geruchsbindung

hoher pH-Wert & schimmelresistent

antistatische Eigenschaften

Ideal für Allergiker

diffusionsoffen

kristalline Struktur

langlebig & wertbeständig

zementfrei & regional

stoßunempfindlich

hervorragend für Badezimmer

leichte Pflege & Ausbesserung
Was versteht man unter Kalkputz?
Kalkputz ist ein vielseitiges Baumaterial, das sich ideal für Fassaden im Außenbereich sowie für die Gestaltung im Innenraum eignet. Er besteht aus natürlichen Mineralien wie Kalkstein, Marmor, Quarz und Sand. Kalkputz kommt dabei gänzlich ohne chemische Kunststoffe oder Weichmacher aus. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten: den traditionellen Sumpfkalk und den modernen Trockenkalk. Der Unterschied liegt vor allem in der Verarbeitung des Grundmaterials Kalk innerhalb des sogenannten technischen Kalkkreislaufs. Kalkputz ist in verschiedenen Körnungen erhältlich und kann dadurch in vielen Einsatzbereichen verwendet werden.
Kalkputze, welche Sie bei uns erwerben können, sind zementfrei und kommen aus Deutschland und umliegenden Regionen. Sie erfüllen damit höchste Qualitätsansprüche an gesundes Bauen und Wohnen.
Welche Arten von Kalkputz gibt es?
- Unterputz: Besteht aus Kalksteinsanden, Kalk und teils aus mineralischen Zuschlagstoffen. Ist Grob in der Körnung. Wir haben Unterputze, die eine Körnung von gut 0,9 cm bis 1,9 cm haben. Unterputze können besonders stark (dick) aufgetragen werden und die starke Auftragsstärke sorgt für ein besonders gutes Raumklima. Durch diese Auftragsstärke kann besonders gut ein unebener Untergrund ausgeglichen werden. Ein Unterputz kann auch als Endoberfläche gelassen werden. Unsere Unterputze aus Kalk haben teils eine starke, grobe Struktur, doch Sie sind weiß und können auch direkt mit Pigmenten eingefärbt werden.
- Oberputz: Die Oberputze haben eine feinere Körnung und haben somit eine ruhigere Oberflächenstruktur.
- Feinputz: Besteht aus Sumpfkalk, Kalksteingranulat, Kalksanden, Kalksteinmehl, Kreidemehl, Tonerdemehl, Weisskalkhydrat. Er ist ein dekorativer Deckputz.
- Edelputz: Besteht grundlegend aus Sumpfkalk, Marmormehl, Marmorkörnung, Cellulose, Methylcellulose. Im Innenraum für Oberflächengestaltung zu verwenden.
- Wandspachtel/ Spachtelputz: Leicht zu verarbeiten und geeignet für dünnschichtige Reparaturen und zum Abglätten rauer Wandoberfläche, um eine glatte Oberfläche zu erhalten.
- Stucculustro: Wandgestaltungstechnik. Besteht im Wesentlichen aus Kalk, Marmormehlen und Ton. Kann weitere natürliche Zusätze je nach Hersteller enthalten. Glatte und polierte Oberfläche, die der von poliertem Marmor ähnelt. Mehrfaches Auftragen „nass in nass“ und danach seifen und glätten. Diese Oberfläche kann gut im Küchenbereich oder auch hinter einem Waschbecken eingesetzt werden. Wassertropfen perlen ab. Verschiedene Strukturen möglich.
- Marmorino: Wandgestaltungstechnik. Besteht im Wesentlichen aus Kalk, Marmormehlen, Marmorkörnung und Ton. Glatte und seidenglänzende Oberfläche, wie diejenige von handgearbeitetem Porzellan oder echtem Marmor. Einmaliges Auftragen, danach seifen und glätten. Die Oberfläche ist wesentlich gleichmäßiger als bei Stucculustro und kann aber auch hinter einem Waschbecken also im Spritzwasserbereich eingesetzt werden.
- Tadelakt: Traditionelle Technik der Wandgestaltung. Besteht im Wesentlichen aus hydraulischem Kalk, Quarzsand, Marmormehl, Tonmehl sowie dem Bindemittel Methylcellulose. Mineralischer Glanzputz, dessen Oberfläche manuell mit geschliffenen Steinen poliert wird, um eine hohe Dichte und den charakteristischen Glanz zu erzielen.
Wie wird der Grundkalk hergestellt?
Das Grundmaterial von Kalkputz ist Kalkstein. Er besteht aus verschiedenen Ausgangsprodukten und ist unter anderem in Muscheln, Kreide oder Marmor zu finden. Im ersten Schritt des technischen Kalkkreislaufes wird Kalkstein durch Wärme (850 – 1100 Grad Celsius) zu Branntkalk gebrannt. Dieser Branntkalk muss dann abgelöscht werden. Bei trocken gelöschtem Kalk wird der Branntkalk abwechselnd mit Sand geschichtet und dann wird nach und nach immer so viel Wasser wie nötig zugegeben. Bei eingesumpften Kalk bzw. Sumpfkalk wird der Branntkalk mit viel Wasser in eine luftdichte Grube geben und für mindestens 3 Jahre gelagert. Danach wird ihm die dreifache Menge an Sand hinzugefügt. So entsteht bei beiden ein Kalkbrei bzw. Kalkputz. Dieser wird dann beim Bauen verwendet. Im letzten Schritt des Kalkkreislaufs reagiert der Kalkbrei mit dem Kohlenstoffdioxid der Luft und wird dann wieder zu festem Kalkstein (Karbonisierung).
Warum sollten Sie sich für Kalkputz entscheiden?
Kalkputz kann Häuser und Menschen vor Krankheiten schützen. Wenn wir ihn richtig anwenden, können wir alle seine hervorragenden Eigenschaften für uns nutzen und das mit geringem Aufwand und Kosten. Seine reinigende, klimaregulierende und antibakterielle Wirkung, arbeitet ein ganzes Leben lang ohne jegliche Betriebskosten für unsere Gesundheit. Bei der Schaffung eines hygienischen Raumklimas und auch in Bezug auf die Vermeidung von Schimmelpilzen im Wohnraum sollte Kalk immer die „erste Wahl sein“: Durch seine hohe Diffusionsoffenheit und den ausgezeichneten Wasserhaushalt kann Kalkputz Feuchtigkeit schnell aufnehmen und ebenso schnell wieder abgeben. Gemeinsam mit seiner natürlichen Alkalität entzieht dies Algen, Pilzen und Schimmel aktiv die notwendige Wachstumsgrundlage.
Als zeitlos modernes Material ist Kalkputz heute mithilfe technischer Hilfsmittel leicht zu verarbeiten. Dank der vielfältigen Zusammensetzungen und Methoden entsteht eine breite Palette wunderschöner und vor allem lichter Oberflächen. Seine kristalline Struktur reflektiert optimal jeden Lichtstrahl und schenkt den Räumen viel Licht und eine helle Ausstrahlung. Von matten, ruhigen Finishs bis hin zu den seidenmatten, porzellan- und marmorähnlichen Edelputzen bietet Kalkputz eine besonders elegante Wandgestaltung. Jede der individuell gestaltbaren Oberflächen sieht sehr lange frisch und sauber aus, allein schon durch die antistatischen Oberfläche, die keinen Staub `anzieht´. Zusätzlich sorgt ein natürlicher Selbstreinigungseffekt für dauerhaft strahlend weiße Fassaden, ganz ohne den Zusatz von Bioziden. Die einzigartige chemische Struktur trägt zur Beständigkeit bei: Winzige Calciumcarbonat-Kristalle bilden im Laufe der Zeit eine Art Nano-Oberflächenstruktur. Bei Sonneneinstrahlung können Schmutz oder Pilze verbrennen und durch Regenwasser einfach abgewaschen werden. Dieser Prozess überlagert und verschließt sogar kleine Beschädigungen und Haarrisse.
Selten unterstützt ein Baustoff unsere Umwelt in diesem Ausmaß: Er ist enorm langlebig, beständig und haltbar – ein klarer Vorteil für die Umwelt und gleichzeitig für unseren Geldbeutel.
Wie verbessert Kalkputz das Raumklima und die Gesundheit?
Schon im Außenbereich verbessert Kalkputz das Wohn- und auch Umweltklima: Er ist in der Lage schädliches Schwefeldioxid (SO2) sowie Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Umgebungsluft aufzunehmen und bei der Karbonatisierungsreaktion des Kalkes einzubinden. Die (Raum-)Luft wird auch nach der Karbonatisierung weiterhin von Schad- und Geruchsstoffen befreit. Einerseits können sich die mit Kalk verputzten Wände nicht statisch aufladen und sind so weniger anfällig für Schmutz, Staub und weitere Schadstoffe. Andererseits binden negative Ionen, welche vom Kalkputz in die Luft gebracht werden, diese Schadstoffe schon direkt in der Raumluft. Staubteilchen können aus organischen (Blütenpollen, Bakterien, Pilzsporen) oder anorganischen Materialien (Gesteinsstaub, Mineralfasern) bestehen. Ein allgegenwärtiger Staub aus organischem und anorganischem Material ist der Hausstaub. Kalkputz ist somit neutralisierend und luftreinigend. Eine bessere Luft sorgt unter anderem oft für bessere Konzentration und Regeneration, was diesen Baustoff ideal für Büros und Schlafzimmer macht.
Kalkputz ist ein diffusionsoffener Baustoff und somit lebenslang „atmungsaktiv“, sowie feuchtigkeitsregulierend. Im Gegensatz zu vielen modernen, dichten Beschichtungen besitzt Kalkputz eine offenporige Struktur. Dadurch ist eine gute Feuchtigkeitsregulierung möglich: Bei hoher Luftfeuchtigkeit kann der Putz diese wie ein Schwamm temporär aufnehmen. Sinkt die Luftfeuchtigkeit des Raumes, gibt er die gespeicherte Feuchtigkeit kontrolliert wieder ab. So entsteht ein natürlicher Kreislauf, der für ausgeglichene Luftfeuchtigkeit und eine stabile Raumtemperatur sorgt.
Ein gesunder Wohnraum entsteht vor allem dort, wo Schimmelpilze keine Chance haben. Die Schutzmechanismen der Natur zu nutzen, ist die gesündeste und auf Dauer nachhaltigste Lösung gegen Schimmel. Kalkputz besitzt durch eine besondere Alleinstellungseigenschaft diese Schutzmechanismen: Er hat einen pH-Wert von über 7 und ist damit hochalkalisch. Diese Alkalität schafft eine Umgebung, die für die meisten Mikroorganismen ungeeignet ist. Schimmelpilze und weitere Bakterien siedeln sich gar nicht erst auf Kalkputz an. Diese hygienische Wirkung kann sehr gut für Badezimmer und in Kellerräumen genutzt werden. Stuccolustro, Marmorino und Tadelakt eignen sich besonders hinter Toiletten und Waschbecken.
All diese Vorteile sorgen dafür, dass vor allem Menschen mit Allergien und Hautproblemen neue Lebensqualität erfahren.
Lichtreflektion und Strukturvielfalt
Kalkputz an den Wänden und Decken sorgt für eine außergewöhnliche Atmosphäre: Durch seine kristalline Struktur wird jeder Lichtstrahl im gesamten Lichtspektrum reflektiert. Die Räume wirken so viel heller, wie lebendiger und bringen eine besondere Ausstrahlung, die Reinlichkeit und Behaglichkeit ausstrahlt.
Kalkputz lässt sich mittels verschiedener Techniken aufbringen, welche wiederum das Aussehen des Kalkputzes prägen. Strukturen entstehen durch Kellenwurf, Abrieb, Kratz-, Spritz- oder Spachtelputz. Zu den bekanntesten Kalkspachteltechniken zählen Stucculustro und Marmorino, die wir Ihnen gerne separat vorstellen möchten. Kalk wird zwar oft mit der Farbe Weiß verbunden, jedoch können auf den Kalkgrundputzen Edelputze verschiedenster Farben und Strukturen aufgetragen werden, ebenso wie Kalkanstriche mit mineralischen Farbpigmenten. Bauen mit Kalkputz ist also nicht nur gesund, sondern auch ästhetisch und individuell.
Vorteile und Nachteile von Kalkputz
Vorteile
Konventionelle Putze kommen in keiner Weise an die Wirkung von Kalkputzen heran.
Kalkputze bieten erhebliche Vorteile im Hinblick auf das Wohnklima und die Baubiologie. Ein zentraler Unterschied ist die hohe Diffusionsoffenheit: Kalkputz reguliert die Luftfeuchtigkeit aktiv, indem er diese aufnimmt und wieder abgibt, was für ein gesundes und ausgeglichenes Raumklima sorgt – im Gegensatz zu dichteren, konventionellen Putzen. Hinzu kommt der natürliche Schimmelschutz: Aufgrund seines hohen alkalischen pH-Wertes wirkt Kalkputz aktiv schimmelhemmend und antibakteriell. Gerade im Außenbereich spielt Kalkputz seine Stärken voll aus und ist herkömmlichen Systemen weit überlegen. Konventionell gestaltete Fassaden kämpfen oft schon nach wenigen Jahren mit Algen-, Pilz- und Schmutzbefall, was kostspielige Sanierungen und den Einsatz chemischer Biozide nach sich zieht. Kalkputz ist somit die ökologische, gesündere und wartungsarme Alternative für langlebige Oberflächen.
Nachteile
Kalkputz, so wie wir ihn bei uns definieren und verkaufen, hat keine uns ersichtlichen Nachteile. Nur noch hin und wieder sind Kalkputze teurer. Allein durch die bessere Verarbeitung werden sie immer häufiger von Handwerkern eingesetzt und zu normalen Konditionen verkauft. Der Begriff des Kalkputzes ist allerdings nicht geschützt: Kalkputz darf ab einem Kalkanteil von 3% schon so genannt werden. Viele Hersteller und Händler verkaufen daher Kalkputze, welche einen geringen Anteil an Kalk besitzen. Diese Produkte würden wir aufgrund der bauphysikalischen Eigenschaften nicht mehr als Kalkputz bezeichnen und die hier genannten Vorteile sind kaum bis gar nicht zu sehen.
Kein unbedingter Nachteil, aber zumindest eine Sicherheitswarnung: Aufgrund der hohen pH-Werte der Kalkputze muss bei der Verarbeitung auf Augen und offene Wunden achtgegeben werden. Ebenso müssen Holz und anderen Baumaterialien gut abgedeckt werden, um Schäden zu vermeiden.
Kalkputz: Wussten Sie schon?
Schon 2000 Jahre v. C. wurde Kalk von unseren Vorfahren gebrannt und als Baustoff verwendet. Noch heute gibt es zum Beispiel in Marokko Gebäude, welche mit Kalkputz gebaut und immer noch intakt sind. Das bekannteste Beispiel dieser ist allerdings die Chinesische Mauer: Um den Untergrund für das große und im Nachhinein langjährige Bauvorhaben stabil zu machen, wurde Kalkputz verwendet.
Auch wir können es unseren Vorfahren nachmachen und im eigenen Garten Sumpfkalk herstellen. Dafür benötigt man Regentonnen, viel Wasser, ungelöschten Branntkalk und viel Geduld. Je länger Sumpfkalk gelagert wird, desto besser und wertvoller wird er. Aber Achtung: Es ist wichtig bei diesem Vorhaben Schutzkleidung zu tragen, da vor allem der Branntkalk sehr ätzend ist und zu schweren Verletzungen führen kann. Außerdem muss beim Mischen des Branntkalkes mit Wasser darauf geachtet werden, dass sehr schnell sehr viel Wärme entsteht. Füllen Sie daher nicht zu viel Kalk in zu wenig Wasser, denn sonst besteht die Gefahr von Überhitzung.
Wo kann Kalkputz angewendet werden?
Kalkputz kann im Innen- und Außenbereich verwendet werden. Im Innenbereich ist zu beachten, dass dieser Baustoff für Badezimmer und Küchen ideal ist, ein direkter Kontakt mit Spritzwasser allerdings vermieden werden sollte. Tadelakt, Marmorino und Stuccolustro sind durch die Verwendung bestimmter Techniken und Seifen eine Ausnahme und können auch in direkten Spritzwasserbereichen verwendet werden.
Auf welchen Untergründen?
Die Qualität der fertigen Oberfläche hängt von der Beschaffenheit des Untergrundes ab. Dieser muss daher sorgfältig geprüft und vorbereitet werden.
Allgemein gilt: Grundsätzliche Mängel wie Unebenheiten, Risse oder Schlitze sind zu beheben. Die Untergründe müssen sauber und frei von durchschlagenden Stoffen wie Staub, Schalölresten, Ausblühungen oder Nikotin sein. Sie sollten vollständig durchgetrocknet, einheitlich und tragfähig sowie ausreichend rau sein. Wichtig ist auch eine gleichmäßige und gute Saugfähigkeit. Genau Anweisungen für die einzelnen Putzuntergründe finden Sie in dieser Tabelle aufgelistet.
Wie teuer ist Kalkputz?
Durch die verschiedenen Arten von Kalkputz gibt es preisliche Unterschiede. Daher lässt sich diese Frage nicht konkret beantworten. Holen Sie sich gerne ein Angebot ein, wenn Sie sich einen Putz ausgesucht haben.
Holen Sie sich ein konkretes Angebot ein
Wenn Sie ein konkretes, unverbindliches Angebot für Kalkputz erhalten möchten, dann bitten wir Sie uns folgende Informationen bereitzustellen. So können eine möglichst genaue Auskunft und gut kalkulieren.
- Soll der Kalkputz innen oder außen verwendet werden?
- Auf wie vielen Quadratmetern? *Wenn Sie wissen möchten, wie Sie es am besten berechnen hier.
- Welche Art von Kalkputz brauchen Sie?
- Welche Oberflächenstruktur soll es werden?
- Was für ein Untergrund ist vorhanden?
- Wird der Kalkputz maschinell oder eigenhändig aufgetragen?
- Haben Sie schonen einen Farbton ausgesucht?
Kommen Sie gerne mit einem Grundplan für ihr gesamtes Bauvorhaben zu uns, dann können wir Sie von Anfang an bestens beraten. Bei uns haben Sie auch die Möglichkeit an Workshops zum Thema Kalkputz teilzunehmen und bei leckerem Essen mehr über diesen großartigen Baustoff zu erfahren.
Für Architekten und Handwerksbetriebe stellen wir auf Anfrage gerne Ausschreibungstexte mit Kalkulationsangaben zur Verfügung.
Melden Sie sich via Mail oder unseren Bausupport über Telegramm, WhatsApp oder SMS. Schicken Sie uns Fotos oder Video und wir helfen Ihnen gerne weiter!
Häufige Fragen zu Kalkputz
Wieso Kalkputz und nicht Lehmputz?
Im Gegensatz zu Lehmputz hat Kalkputz einen deutlich höheren pH-Wert. Damit ist er antibakteriell, hygienisch und ideal als Lösung gegen Schimmel. Ein weiterer Vorteil von Kalkputz gegenüber Lehmputzen ist die Härte des Materials. Er ist stoßunempfindlich und kann daher auch hervorragend in stark beanspruchten Innenräumen wie Treppenhäusern oder Fluren verwendet werden.
Ist Kalkputz diffusionsoffen?
Ja, Kalkputz ist stark diffusionsoffen. Dank seiner offenporigen Struktur lässt er Wasserdampf sehr gut durch, wodurch Feuchtigkeit aus der Raumluft aufgenommen und wieder abgegeben werden kann. Diese Eigenschaft ist entscheidend für ein gesundes, schimmelfreies Raumklima.
Ist Kalkputz feuchtigkeitsregulierend?
Ja, Kalkputz ist feuchtigkeitsregulierend. Er kann Luftfeuchtigkeit aufnehmen und diese bei Bedarf wieder abgeben.
Ist Kalkputz atmungsaktiv?
Ja, im allgemeinen Sinn ist Kalkputz „atmungsaktiv“. Dieser Begriff wird allerdings oft unterschiedlich verstanden. Kalkputz hat keine Lunge und kann deswegen nicht wirklich atmen. Er kann aber Wasserdampf durchlassen, speichern und ihn bei Bedarf wieder abgeben und das in einem deutlichen höheren Ausmaß als konventionelle Putze.
Ist Kalkputz schimmelresistent?
Ja. Kalkputz hat einen pH-Wert von über 7 und ist damit hochalkalisch. Diese Alkalität sorgt dafür, dass weder Schimmel noch weitere Pilze sich auf den Wänden bilden.
Welche Vorteile hat Kalkputz gegenüber Gips- oder Zementputz?
Im Gegensatz zu Gips- und Zementputz verbessert Kalkputz das Umweltklima enorm. Er ist in der Lage schädliches Schwefeldioxid (SO2) sowie Kohlenstoffdioxid (CO2) aus der Umgebungsluft aufzunehmen und bei der Karbonatisierungsreaktion des Kalkes einzubinden. Gleichzeitig ist er langlebig und wertbeständig und kann immer wieder ausgebessert werden. Seine Haltbarkeit übersteigt die von Gips- und Zementputz um ein Vielfaches. Der wichtigste Vorteil ist allerdings sein ph-Wert von über 7 und die dadurch entstehende Alkalität. Diese Eigenschaft macht ihn zu einem hygienischen, antibakteriellen Baustoff, welcher hervorragend gegen bei der Vermeidung von Schimmel und Pilzen ist. Ein weiterer Aspekt: Zement ist rar – Kalk ohne Zement ist so besser für die Umwelt. Auch die Langlebigkeit des Baustoffes punktet bei der Umwelt. Kalkputze müssen oft nicht überstrichen werden, sondern können aufgrund ihrer weißen Farbe ohne Streichen verarbeitet werden. Kalkputze, die nach dem Abtrocknen geseift werden, können außerdem schmutzabweisend sein und halten sich damit länger.
Wie lange braucht Kalkputz zu trocknen oder abbinden?
Je nach Putzzusammensetzung und Art variiert die Trocknungszeit. Bei Grundputzen und dickeren Putzschichten muss die Putzschicht in den ersten zwei Tagen regelmäßig befeuchtet werden. Trocknet diese zu schnell aus (z.B. durch starke Sonneneinstrahlung oder Zugluft), leidet der Kalkputz. Die Fähigkeit eines möglichen Untergrundes Wasser aufzunehmen, darf beim Aushärtungsprozess nicht unterschätzt werden. Haftputze von 0,8 bis 2,5mm müssen zwar nicht noch befeuchtet werden, doch auch Sie dürfen keine Zugluft erhalten. Bei Fragen unterstützen wir Sie gerne!
Kann man Kalkputz selbst verarbeiten?
Kalkputz kann selbstverständlich selbst gut verarbeitet werden. Dabei sind allerdings einige Vorsichtmaßnahmen zu beachten: Im nassen Zustand hat die hohe Alkalität von Kalk eine ätzende Wirkung. Haut- und Augenkontakt sollte durch entsprechende Schutzkleidung vermieden werden.
Bei forum natura bieten wir Ihnen Workshops zum Thema Kalk. Nehmen Sie gerne daran teil und lassen sich alle ihre Fragen bei leckerem Essen beantworten.
Wie dick sollte Kalkputz aufgetragen werden?
Das liegt an der Zusammensetzung des Kalkputzes. Gerne beraten wir Sie auch vor Ort dazu! Im Folgenden finden Sie grobe Angaben, die genauen Angaben zur Auftragungsdicke stehen in dem technischen Merkblatt des von Ihnen verwendeten Kalkputzes.
Kalkgrundputz bis zu 20mm
Haftgrundputz 1,4mm bis zu 2,5mm
Haftgrundputz 0,9mm bis zu 2,0mm
Kalkglätteputz 0,5mm bis zu 1,2mm
Kalk-Wandspachtel bis zu 4mm
Kalkhaftputz 0,9mm bis zu 5mm
Kalkhaftputz 1,4mm bis zu 8mm
Kalkfeinputz 0,5mm bis zu 2,5mm
Kann man Kalkputz streichen oder farbig gestalten?
Kalkputz ist ein idealer Untergrund für kreative Gestaltung der Oberfläche. Er sucht dabei gerne seinesgleichen. Daher sind Kalkfarben am besten geeignet für den Anstrich auf Kalkputz. So bleiben alle bauphysikalischen Eigenschaften erhalten. Grundsätzlich sind viele Anstriche möglich.
Wie pflegt man Kalkputz richtig?
Im Außenbereich muss Kalkputz fast nicht gepflegt werden. Regenwasser wäscht in der Regel den Schmutz ab. Kalkputz ist Stoß unempfindlich und kleine Macken sind leicht auszubessern.
Im Innenbereich können leichte Verschmutzungen mit einem feuchten Baumwolllappen abgewischt werden. Stärkere Verschmutzungen sind vorsichtig mit einem weichen Schwamm und ungefärbter, unparfürmierter Seife abwaschbar. Wichtig ist, dass beim Lappen und Schwamm keine Mikrofaser enthalten ist!
