Verlegungshinweise für unsere Sisal- und Kokosbeläge

Diese Seite ist momentan in Bearbeitung. Bis Ende März werden die Inhalte passend zu diesem Baustoff eingefügt. Sollten Sie bis dahin Fragen haben, dann kommen Sie gerne im forum natura vorbei oder melden Sie sich via Mail (info@forumnatura.de) oder unserem Bausupport (01778935692) über Telegramm, WhatsApp oder SMS. Bei Fragen schicken Sie uns gerne Fotos oder Videos und wir helfen Ihnen gerne weiter! 

Wichtige Hinweise vorab

  • Unsere gewebten Naturfaserbeläge reagieren aufgrund des hygroskopischen Faserverhaltens auf unterschiedliche Luftfeuchtigkeit. Breiten- und Längenabweichungen von +/- 2 % müssen hierbei berücksichtigt und akzeptiert werden. Die Kokosfaser vergrößert ihr Volumen bei Feuchtigkeitsaufnahme und dies kann bei loser Verlegung von Kokosbelägen eine Blasen- und/oder Wellenbildung verursachen. Wird die gespeicherte Feuchtigkeit wieder abgegeben, zieht sich die Kokosfaser naturgemäß wegen des Volumenverlusts zusammen – bei fehlerhafter Verlegung können dann Fugen entstehen. Bei der Sisalfaser geschieht dies nur einmal: Sie zieht sich bei Feuchtigkeitsaufnahme zusammen.  
  • Reklamationen von zugeschnittenen oder bereits verklebten Bahnen können nicht anerkannt werden. Deshalb vor dem Zuschnitt und Verkleben der Bahnen diese unbedingt auf evtl. Farbunterschiede (Partiegleichheit) und erkennbare Mängel hin überprüfen. Farbgleichheit von verschiedenen Breiten ist nicht gewährleistet. 
  • Diese Hinweise sollen die Verarbeitung unserer Naturfaserbeläge erleichtern. Da wir aber keinerlei Einfluss auf Verlegebedingungen oder Verarbeitung haben, können hieraus auch keine Gewährleistungsansprüche gegen uns geltend gemacht werden.

Vorbereitung Untergrund

  • Der Untergrund, auf dem verlegt werden soll, muss sauber, dauertrocken, ohne Risse sowie zug- und druckfest sein. (gem. DIN 18365 Teil C).
  • Fußbodenheizung: hierzu unbedingt die Verarbeitungshinweise der Kleberhersteller beachten. Üblicherweise gilt, dass die Estrichoberfläche nicht wärmer als 30° Celsius sein darf. Beim Verkleben des Belages sollte die Raumtemperatur 18-20° Celsius betragen.
  • Der Untergrund muss plan sein. Das heißt, es dürfen keine Vertiefungen oder Erhöhungen vorhanden sein, die die Verlegung des Belags beeinträchtigen könnten. Abweichungen von mehr als 2 mm auf 1 Meter Länge sind gemäß DIN 18202 auszugleichen. Unebenheiten sind gegebenenfalls durch Spachteln oder Schleifen zu beseitigen, damit der Naturfaserbelag vollflächig aufliegt und keine Hohlräume entstehen.

Verlegung

  • Wegen der bereits beschriebenen natürlichen Fasereigenschaften ist das Verspannen oder Verkleben dieser Naturfaserbeläge vorzuziehen. Das Verspannen sollte vom Fachmann vorgenommen werden, beim Verkleben sollten Naturklebstoffe verwendet und die Verarbeitungshinweise der Hersteller beachtet werden.  
  • Unsere bevorzugten Kleber sind Naturlatexkleber. Bei diesen wird Ihnen in der Verarbeitungshinweisen auch die Verzahnung des Spachtels angegeben, den Sie benötigen.  
  • Werkzeug, Kleber, Schienen und Leisten können bei uns gekauft werden. 

Verklebung

Die Naturfaserbeläge müssen zwecks Anpassung an das Raumklima und Raumtemperatur mindestens 24 Stunden vor der Verlegung in dem Raum, in dem verlegt werden soll, vollständig ausgerollt werden.  

Die beschichtete Webware kann nahtlos verlegt werden, indem die Webkanten beschnitten werden: am besten Metallschiene anlegen und jeweils links und rechts einen Streifen von ca. 1-2 cm Breite (bis zum Beginn von Latex) mit dem Verlege-Messer wegschneiden. Bitte beachten: mit „Streifen“ ist der unbeschichtete Randstreifen gemeint, der natürlich auch etwas breiter oder schmaler sein kann. Wichtig ist, dass die Webkanten bis zur Beschichtung entfernt werden müssen, um eine nahtlose Verlegung zu gewährleisten. Wenn dies nicht befolgt wird, kann es bei der Verlegung von Bahnen im Kantenbereich zu Schrumpfungen kommen – verursacht durch die Kleberfeuchtigkeit, die den unbeschichteten Teil des Randstreifens passieren mit dem Ergebnis, dass z.B. der Sisalbelag bei Kontakt mit Feuchtigkeit schrumpft.  

Die Webkanten sind damit entfernt, es kann nahtlos verlegt werden: Nun die einzelnen Bahnen wie weiter unten beschrieben mit Naturkleber verlegen. An Schwellen, Türen und anderen Übergängen sollten als Schutz entsprechende Abdeckprofile eingesetzt werden.  

Bei unbeschichteter Webware sollte die Webkante grundsätzlich nicht beschnitten werden, Verlegearbeiten sollten am besten durch einen Fachmann ausgeführt werden.

Vor dem Verkleben sind die Bahnen genau und so auszurichten, dass die Webkanten (beschnitten oder unbeschnitten) die Bahnen um ca. 1 cm überlappen. Mit dem Verkleben wird an einer Seitenwand begonnen. Bezüglich Klebermenge und Ablüftzeit des Klebers sind unbedingt die Verarbeitungshinweise des Kleberherstellers zu beachten. Die erste Bahn etwa zur Hälfte von der Wand weg umschlagen und Kleber auf den Untergrund auftragen. Nach Ablüften des Klebers den Belag ins Klebebett legen und anreiben. Zur besseren Klebehaftung sollten die verklebten Bahnen mit einer Metallwalze auf dem Untergrund fest angedrückt werden. Dann die zweite Hälfte der Bahn entsprechend verarbeiten. Die Verarbeitung im Webkanten- oder Nahtbereich wird dadurch erleichtert, dass man zur Webkante hin ca. 30-30 cm ohne Kleberauftrag belässt (also unverklebt). Nun alle weiteren Bahnen entsprechend verarbeiten. 

Man erhält im Kantenbereich eine „entspannte“ Naht, wenn dort „auf Druck“ gearbeitet wird und dies erreicht man durch das bereits erwähnte „Überlappen“ der Bahnen. Kleber auftragen und den noch nicht verklebten Webkantenbereich (ca. 20-30 cm s.0.) der Bahnen so aneinanderlegen, dass zwischen Webkanten und bereits verklebter Bahn eine leichte Wölbung gebildet wird. Diese Wölbung ins Kleberbett eindrücken und einreiben – die Webkanten üben dadurch „Druck“ aufeinander aus. Nun diesen Bereich ebenfalls wieder mit der Walze fest andrücken.  

Lose Verlegung von Teppichware und Teppichläufern:

Wir können für Sie Teppiche umketteln oder auch eine Bordüre anbringen lassen. Hier haben wir eine große Auswahl. Bitte fragen Sie hierzu nach. Wir schicken Ihnen Muster zu oder Sie holen Sie hier nach Absprache ab.

Bei Teppichen die Breiter sind als die Bahnenware (in der Regel 4 Meter oder 2 Meter) empfehlen hier die Bahnen zusammenzunähen: Webkante an Webkante legen, mit U-förmiger Nadel und Baumwollzwirn vernähen. Bei dieser Verlegeart können Veränderungen der Luftfeuchtigkeit insbesondere bei Kokosbelägen zu der bereits beschriebenen Wellen- und / oder Blasenbildung führen, daher empfehlen wir das vollflächige Verkleben.

Noch ein letzter, wichtiger Hinweis

Sisal- und Kokosfasern sind harte Cellulosefasern. Es ist daher unvermeidlich, dass bei der Faserverspinnung im Garn Dickstellen und Knoten entstehen können, die dann auch beim Weben entsprechende „Unregelmäßigkeiten“ mit sich bringen. Auch bei Rohseide oder Leinen gibt es ja solche Unregelmäßigkeiten, dort sind sie geradezu „typisch“ für dieses Material und dies gilt eben auch für die Struktur der gewebten Naturfaserbeläge. Schlingen oder auch sichtbare Garnenden selbst wenn diese erst während des späteren Gebrauchs entstehen –   können bei beschichteter Ware problemlos am Fond* abgeschnitten werden, bei unbeschichteter Ware allerdings nur vom bereits verklebten Belag. 

Fond = einfarbiger Unter- oder Hintergrund, bei Teppichen das Mittelfeld, das als Basis der Ornamentik dient und den Hintergrund der Motive bildet. Er wird durch die Kette (längsseits) und den Schuss (quer) gebildet, die das Netz eines Knüpfteppichs ergeben. In dieses wird der Flor durch Einknüpfen eingetragen. In Flachweben hält die Kette den Fond, und der Schuss ergibt das Ornament.